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Der Wald interessiert sich nicht für Ihre PowerPoint-Präsentation

 

Die meisten Jäger wissen etwas, was viele Projektleiter erst mit der Zeit lernen:

Die Realität lässt sich nicht verhandeln.

 

Dem Wald sind folgende Dinge egal:

Ihre Absichten.

Ihr Optimismus.

Ihr Plan.

 

Er reagiert nur auf das, was tatsächlich geschieht.

Projekte verhalten sich genauso.

 

Ich habe Dutzende von Projekten übernommen, die offiziell noch im grünen Bereich lagen. Die Kennzahlen sahen gut aus, und der Lenkungsausschuss war zuversichtlich.

 

Doch nach einigen Gesprächen vor Ort wurde klar, dass die Realität bereits weitergegangen war. Auf Fragen gab es keine klaren Antworten mehr. Bestimmte Themen verschwanden, sobald Führungskräfte den Raum betraten. Nichts Dramatisches. Aber genau das machte es so gefährlich.

 

Da wurde ich an eine Lektion erinnert, die der Wald jedem Jäger lehrt:

Die Realität hinterlässt Spuren, bevor sie Folgen nach sich zieht.

 

Die Warnzeichen waren da – das sind sie fast immer.

Die Herausforderung besteht nicht darin, sie zu finden.

Die Herausforderung besteht darin, sie zu akzeptieren.

 

Denn wenn ein Risiko den Lenkungsausschuss erreicht, ist es oft schon kein Risiko mehr.

 

Es ist eine Konsequenz.

 

Nach fast 40 Jahren in großen Investitionsprojekten habe ich gelernt, dass Führung nicht die Fähigkeit ist, Berichte zu prüfen.

 

Es ist die Bereitschaft, sich der Realität zu stellen, bevor die Realität dich stellt.

Und die Realität gewinnt immer.

 

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