Nicht die Planung.
Nicht die Beschaffung.
Nicht die Bauausführung.
Das Warten.
Ich habe einmal erlebt, wie ein Großprojekt 6 Wochen verlor, weil auf eine Entscheidung gewartet wurde, deren Treffen nur 10 Minuten gedauert hätte. 10 Minuten.
Das Planungsteam war bereit.
Der Auftragnehmer war bereit.
Die Baustelle war bereit.
Die Entscheidung war es nicht.
Und während alle warteten:
- wurden Ressourcen anderweitig eingesetzt.
- ging die Dynamik verloren.
- stiegen die Risiken.
- erhöhten sich die Kosten unbemerkt.
Niemand sah darin eine Verzögerung.
Weil alle beschäftigt waren.
Das ist die Falle.
Bei großen Investitionsprojekten erweckt die Aktivität den Anschein von Fortschritt. Aber Projekte kommen nicht voran, weil die Menschen beschäftigt sind. Sie kommen voran, weil Entscheidungen getroffen werden.
Nach fast 40 Jahren in der Projektleitung habe ich gelernt, dass die größten Kosten selten in einem Kostenbericht auftauchen.
Es sind die Kosten des Wartens:
- Warten auf die Genehmigung.
- Warten auf die Abstimmung.
- Warten auf Gewissheit.
- Warten auf die perfekte Antwort.
Je größer die Investition, desto teurer wird das Warten. Denn während Führungskräfte darauf warten, eine Entscheidung zu treffen, trifft das Projekt bereits die Entscheidung für sie.
👉 Was war die teuerste Verzögerung, die Sie erlebt haben und die durch eine zu spät getroffene Entscheidung verursacht wurde?
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